Im Duell gegen den Tabellennachbarn aus Bocholt, sah es nach 40 Minuten Spielzeit schon nach der nächsten deutlichen Pleite der MLK Volleys aus. Konnte man in den ersten beiden Sätzen phasenweise gut mithalten, setzte sich der Gastgeber doch jedes Mal kurz vor Ende entscheidend ab. Dabei macht Bocholt den Gästen aus Köln bravourös vor, wie man Ballwechsel mutig und konsequent zu Ende spielt (19:25; 23:25).
Nach der 10-Minuten-Pause zeigte sich auf Kölner Seite jedoch die lange ersehnte Kehrtwende. Mit dem Rücken zur Wand wurde vor allem der Aufschlagdruck erhöht und der Spielaufbau Bocholts damit stark unter Druck gesetzt. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf Rennen mit vielen langen und spektakulären Ballwechseln, die die MLK Volleys immer häufiger für sich entscheiden konnten. Auf der anderen Seite zeigte sich das Bocholter Team etwas überrascht von diesem letzten Aufbäumen und verlor im Spielaufbau den Faden, sodass der vierte Satz sogar ungewohnt deutlich an die MLK Volleys ging (25:23; 25:17).
Die Zuschauer in Bocholt sollten an diesem Samstagabend voll auf ihre Kosten kommen, musste doch nach bereits zwei gespielten Stunden der Tie-Break über den Ausgang dieses Spiels entscheiden. Doch hier sollten vor allem die ersten Bälle spielentscheidend sein. Bocholt erwischte den besseren Start und setzte sich früh mit vier Punkten ab. Die MLK Volleys kämpften sich zwar ebenfalls recht schnell wieder bis auf zwei Punkte heran, doch die Bocholter Jungs verwalteten die Führung kämpferisch bis zum Ende. Mit einem 11:15 aus Kölner Sicht ging der Entscheidungssatz schlussendlich auch verdient an die Gastgeber aus Bocholt.
Auf Seiten der MLK Volleys war die Enttäuschung unmittelbar nach dem Spiel groß, schnell schlich sich aber auch ein bisschen Freude über den hart erkämpften Punkt ein. Besonders in Anbetracht des Formtiefs in den letzten Spielen, war besonders in Satz drei bis fünf ein wiederentfachtes Feuer auf dem Spielfeld zu erkennen. Mit diesem Gefühl geht es nun in die Rückrunde, wo um wichtige Punkte für den Klassenerhalt gekämpft werden muss.


