Nach dem verpatzten Saisonauftakt wollen die MLK Volleys Köln am Samstag vor heimischem Publikum die Wende einleiten: Gegner ist mit dem USC Braunschweig ein Aufsteiger, der seinerseits mit einem klaren Erfolg in die Saison gestartet ist.
Mit viel Wut im Bauch schauen die Kölner aufs kommende Wochenende. Das überraschend deutliche 0:3 zum Auftakt bei Aufsteiger Tebu Volleys sitzt tief, und genau diese Enttäuschung soll jetzt zur Energie für den ersten Heimauftritt der Saison werden. Nach dem starken fünften Platz der Vorsaison ist die Mannschaft in diesem Sommer im Umbruch, doch Trainer Marc d’Andrea kann seine Truppe genau dann wieder neu ausrichten, wenn es zählt – zu Hause, vor eigenen Fans, mit der klaren Ansicht, dass der Fehlstart nur eine Momentaufnahme war. Ein Wermutstropfen: Diagonalangreifer Valters Lagzdins hat sich im ersten Saisonspiel verletzt und fällt aus. Dafür rücken Till Korreck und Volker Zimmermann in den Fokus und sollen auf der Diagonalposition für den nötigen Punch im Angriff sorgen. Die Kölner haben also allen Grund, mit geballter Faust in dieses Duell zu gehen.
Braunschweig ist – wie Köln vor zwei Jahren – frisch aus der 3. Liga West aufgestiegen, in die eigene Zweitliga-Premiere ist der USC aber deutlich besser gestartet: Das 3:0 (26:24, 25:23, 25:15) gegen die TSV Giesen Grizzlys II fiel am Ende klar aus, auch wenn die ersten beiden Sätze mit 26:24 und 25:23 noch eng blieben. Der Verein hat im Sommer sichtbar investiert und den Kader mit mehreren Neuzugängen verstärkt (u. a. Mittelblocker Mattis Jaeger, Diagonalangreifer Luka Wlodasch, Zuspieler David Galland und Mattis Janßen). Nach dem ersten Spieltag steht der USC mit drei Punkten da.
Beide Teams sind Aufsteiger mit Ambitionen, beide hatten einen gegensätzlichen Start. Für Köln ist das Heimspiel die perfekte Gelegenheit, den Fehlstart vergessen zu machen und der eigenen Halle gleich zum Saisonauftakt ein Statement zu liefern. Braunschweig reist mit breiter Brust an, muss aber erstmals auswärts in dieser Liga bestehen – gegen ein Team, das brennt.


